Am 27. September 2026 bot ich meinen bereits veröffentlichten Essay „Muttersprache: Einsamkeit“ the Diasporist als mögliche Zweitveröffentlichung an.
Am 15. Oktober erhielt ich eine Rückmeldung von Julia Bosson, Editor-in-Chief des Magazins. Sie bezeichnete meinen Essay als interessant und gut geschrieben. Dennoch konnte die Redaktion ihn nicht annehmen, da sie bereits online veröffentlichte Texte nur selten berücksichtigt.
Dieses Nein richtet sich nicht gegen den Text. Es markiert eine formale Grenze: „Muttersprache: Einsamkeit“ hatte bereits einen Veröffentlichungsort, bevor der Essay bei the Diasporist ankam.
Interessant. Gut geschrieben. Nicht angenommen. Auch diese drei Wahrheiten dürfen gleichzeitig bestehen.
Der Essay wird durch diese Absage nicht kleiner. Aber mein Blick auf den Literaturbetrieb wird genauer: Ein guter Text braucht nicht nur die richtige Redaktion. Er muss sie auch zum richtigen Zeitpunkt erreichen.