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Absage 06 · Pigeon Publishing · 2026

Am 4. Oktober erhielt ich eine Rückmeldung von Charlotte und Jonas von Pigeon Publishing. Sie hatten meine Einsendung gelesen und noch am selben Tag gemeinsam besprochen. In ihrer Nachricht würdigten sie meine Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema. Für ihr Programm wählten sie den Essay dennoch nicht aus, weil seine stilistische Form nicht vollständig zu ihrer gegenwärtigen Ausrichtung passe. Dabei stellten sie ausdrücklich klar, dass diese Entscheidung kein Urteil über die Qualität meines Schreibens sei.

Sie wünschten mir weiterhin Erfolg und Freude an meiner Kunst und verbanden dies mit der Zuversicht, dass meine Arbeit andernorts ein passendes Zuhause finden werde. Besonders berührt mich ihr persönlicher Nachsatz: Charlotte und Jonas empfahlen mir die Magazine narratif und zwischentext, sobald dort neue Ausschreibungen geöffnet sind. Damit ließen sie es nicht bei einer Ablehnung bewenden, sondern gaben meinem Essay zwei konkrete Möglichkeiten für seinen weiteren Weg mit.

Bemerkenswert ist, wie präzise diese Hinweise zu meiner Arbeit passen. Ihre Ausrichtungen berühren genau jene Perspektiven, aus denen ich schreibe. Sobald neue Open Calls erscheinen, werde ich die jeweiligen Vorgaben prüfen und gezielte Bewerbungen vorbereiten.

Diese Antwort erhält einen besonderen Platz in meiner Chronik. Sie zeigt mir, wie liebevoll ein Nein formuliert sein kann, wenn es die Arbeit nicht kleiner macht und die schreibende Person nicht allein damit zurücklässt.

Dafür bin ich Charlotte und Jonas sehr dankbar.