Es gibt diesen einen Punkt im Leben, an dem du merkst: Du hast dich nicht verloren, aber du hast aufgehört, dir zuzuhören. Ich wusste immer, wer ich bin. Meine Stärke war nie Perfektion, sondern Ehrlichkeit. Ich kann nichts faken. Du siehst meine Emotionen in meinem Gesicht. Ich sage dir, was ich denke. Ich sage dir, was ich fühle. Und genau das ist meine Schönheit. Doch irgendwann habe ich angefangen, mich abzulenken. Durch Arbeit. Durch Menschen. Durch Erwartungen. Durch mich selbst. Ich habe mich leiser gemacht – und genau da habe ich angefangen, falsche Entscheidungen zu treffen.
Es war kein großes Ereignis, kein dramatischer Knall. Es war ein Gefühl. Ein leises, aber klares Gefühl von: Ich kann mehr. Ich bin mehr. Ich will nicht mehr die Alte sein. Und dann kam dieser Moment, in dem ich mich wieder gesehen habe. Im Spiegel. In meinen Routinen. In meiner Disziplin. Meine Haut wurde besser. Mein Körper hat sich verändert. Mein Selbstbewusstsein ist zurückgekommen. Und ich habe gemerkt: Ich bin nicht auf dem Weg, diese Frau zu werden. Ich werde sie gerade.
Früher hätte ich alles gegessen. Chips, Cola, Süßigkeiten – ohne nachzudenken. Heute werde ich fast sauer, wenn jemand meinen Lifestyle nicht respektiert. Nicht, weil ich streng bin. Sondern weil ich weiß, was es mich gekostet hat, hierher zu kommen. Ich sage: Ich trainiere. Ich laufe. Ich faste. Ich investiere in mich. Und wenn du das nicht verstehst, dann passt du nicht in mein Leben. So einfach ist das.
Wir leben auf einer Welt mit Milliarden von Menschen. Warum versuchen wir dann, Menschen passend zu machen, die offensichtlich nicht zu uns passen? Ich habe gelernt: Nicht jeder ist für dich. Und das ist okay. Ich brauche Menschen, die an sich arbeiten, eine Vision haben, Disziplin leben, an Gott glauben und ihr Leben ernst nehmen. Alles andere ist Ablenkung. Und Ablenkung kostet dich dein Leben.
Alleine in Hamburg zu leben, hat mir etwas gegeben, was mir niemand nehmen kann: Klarheit. Selbstbewusstsein. Freiheit. Vor allem als Frau. Vor allem als Afrikanerin. Ich entscheide, was gut für mich ist und was nicht gut für mich ist. Und ich kann jeder jungen Frau sagen: Erlebe das. Lerne dich selbst kennen, bevor du dich in jemanden verlierst.
Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen kann, aber heute liebe ich es, aufzustehen. Ich liebe meine Routine. Ich liebe mein Mindset. Ich liebe mein Ich. Ich bin noch nicht da, wo ich sein will, aber ich weiß, wer ich sein kann. Und diese Journey liebe ich gerade. Ich settle nicht mehr. Ich will keinen Partner, der mich runterzieht. Ich will jemanden, der mich spiegelt: stark, diszipliniert, klar im Kopf, mit Vision. Jemanden, der mich vom Mindset her übertrifft. Und genau deshalb werde ich jeden Tag diese Frau.
Es kommt der Tag, an dem du alles an dir feierst. Die Art, wie du sprichst. Die Art, wie du gehst. Die Art, wie du denkst. Das ist echtes Glück. Nicht Geld. Nicht Menschen. Nicht Status. Sondern du – im Einklang mit dir selbst. Natürlich gibt es Rückschläge. Ich hatte Tage mit Dates. Tage, an denen ich krank war. Tage ohne Bewegung. Fünf Tage, in denen ich dachte, ich hätte alles verloren. Aber dann habe ich verstanden: Reflektiere. Lerne. Mach weiter. Nicht perfekt sein – sondern bewusst.
Du musst nicht alles können. Du musst nicht perfekt sein. Aber du musst ehrlich zu dir sein. Und wenn du merkst, dass etwas dich von deinem Weg abhält, dann lass es los. Radikal. Ich gebe Liebe raus. Aber ich wähle, wer Zugang zu mir hat. Meine Freunde sind Disziplin, Wachstum, Glaube und Fokus. Alles andere darf gehen.
